
Individuelle Vermögensverwaltung
Attraktive Dienstleistungen für wohlhabende Privatkunden
- Maßgeschneiderte Lösungen für Vermögensverwaltung, Nachfolgeplanung und Family Office Services.
- Luxemburger Banken und Vermögensverwalter betreuen Kunden weltweit.
Family Office Services
Im Rahmen unserer Family Office Services begleiten wir vermögende Familien bei der strukturierten Verwaltung, Koordination und Weiterentwicklung ihres Gesamtvermögens. Ziel ist es, finanzielle, rechtliche und generationsübergreifende Fragestellungen ganzheitlich zu betrachten und effizient zu steuern.
Dabei unterstützen wir unter anderem bei Vermögensübertragungen, Stiftungsmodellen, Immobilieninvestments und Fragestellungen im Bereich Private Equity. Bei Bedarf nutzen wir unser Netzwerk aus Partnerbanken in Luxemburg, der Schweiz, Liechtenstein und Deutschland, die zu den renommiertesten Instituten mit internationaler Ausrichtung zählen.


Krieg, Inflation, Rekordstände – was soll schon schiefgehen?
2. September 2026
Krieg im Nahen Osten, eine faktisch geschlossene Straße von Hormus, Ölpreise zeitweise jenseits der Marke von 90 US-Dollar, steigende Inflation und höhere Finanzierungskosten. Die Liste der Gründe, warum Anleger eigentlich vorsichtig sein müssten, ist derzeit bemerkenswert lang. Die Reaktion der Aktienmärkte? Neue Rekordstände.
Was auf den ersten Blick widersprüchlich erscheint, hat durchaus rationale Gründe. Die Märkte zeigen sich zunehmend resilient gegenüber dem geopolitischen Konflikt zwischen den USA und Iran. Neue Drohungen und militärische Aktionen sorgen zwar weiterhin für kurzfristige Schwankungen, lösen aber nicht mehr automatisch einen breiten Ausverkauf aus. Anleger richten ihren Blick zunehmend wieder auf die Fundamentaldaten.
Und diese liefern insbesondere in den USA gute Argumente. Das Gewinnwachstum der Unternehmen bleibt stark. Für die Unternehmen im S&P 500 wurde zuletzt das sechste Quartal in Folge mit zweistelligem Gewinnwachstum erwartet. Gleichzeitig hält der KI-Boom an. Die Nachfrage nach Rechenzentren, Halbleitern und entsprechender Infrastruktur bleibt hoch und sorgt für erhebliche Investitionen.
Allerdings gilt inzwischen nicht mehr uneingeschränkt das man KI draufschreibt und der Kurs steigt. Nach den enormen Kursgewinnen der vergangenen Monate hinterfragen Anleger zunehmend Investitionsvolumen, Finanzierung und zukünftige Erträge. Das führt zu stärkeren Schwankungen bei einzelnen Technologiewerten und gleichzeitig zu einer Rotation in andere Marktsegmente. Das ist für den Gesamtmarkt nicht zwangsläufig schlecht. Eine breitere Beteiligung verschiedener Sektoren kann eine Rally robuster machen.
Der Elefant im Raum oder besser gesagt der Tanker vor der Meerenge bleibt die Straße von Hormus. Ein erheblicher Teil des weltweiten Energiehandels ist von dieser Route abhängig. Entsprechend direkt wirken Nachrichten aus der Region auf Ölpreise, Inflation und Zinserwartungen.
Dennoch besteht Grund, eine diplomatische Lösung nicht abzuschreiben. Trotz der langen Dauer des Krieges haben sowohl die USA als auch Iran wirtschaftliche Interessen an einer Einigung. Frühere Verhandlungen über eine Wiederöffnung der Meerenge zeigen, dass Gesprächskanäle weiterhin bestehen. Eine nachhaltige Öffnung würde den Druck auf Energiepreise und Inflation erheblich reduzieren und wäre entsprechend positiv für die Kapitalmärkte.
Natürlich sind die Risiken nicht verschwunden. Hohe Energiepreise treiben die Inflation, die Staatsverschuldung steigt und die Renditen langfristiger Anleihen haben deutlich angezogen. Gleichzeitig werden Aktien nicht gerade zu Krisenpreisen gehandelt. Die Latte für weitere Kursgewinne liegt also hoch.
Aber solange Unternehmensgewinne wachsen, der KI-Investitionszyklus anhält und die Wirtschaft trotz aller Belastungen vergleichsweise robust bleibt, gibt es ebenso gute Gründe, nicht gegen den Markt zu kämpfen.

